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Müll für (H)alle

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Veröffentlicht am Mittwoch 19 Oktober 2005 09:19:21 von pawel
scripting.gifNun ist es nach und nach soweit. An den meisten Sammelstellen für Müll sind die Tonnen für Kunststoffverbunde verschwunden. Ein Beschluss des Stadtrates, der m.E. nicht zu einem schöneren Stadtbild führt und in Bezug auf Umweltschutz und Recycling ein herber Rüschritt ist.

Haben Sie sich schon mal die Situation um die Container angesehen? Wie trennen Sie ihren Müll? Nehmen wir mal ein Beispiel an:
Eine junge Familie kauft sich Babynahrung. Als Abfall verbleiben leere Glässchen. Die Glässchen werden gesammelt und dann zum Glascontainer gebracht. Wo das Problem ist, werden Sie fragen. Das Problem besteht in der Zwischenlagerung der Glässchen. In privaten Haushalten dauert es etwas, bis man/ frau eine Mindestmenge Glas zusammengesammelt hat. Die meisten Menschen sammeln ihr Glas in Plastiktüten und verschließen die Glasgefässe aus Geruchsgründen. Es gibt dann bei der Entsorgung zwei Möglichkeiten, entweder entsorgt man die Gefässe mit Deckel in den Glascontainer (früher in die Kunststofftonne) oder die Deckel wandern in den nächsten Restmüllbehälter.

Natürlich verfügt jeder Haushalt über eine gelbe Tonne. Wird die Mülltrennung aber ernst genommen, so sind die gelben Tonnen schnell an der Kapazitätsgrenze und quellen über.
Ein Anlass für die Abschaffung der Tonnen an den zentralen Sammmelplätzen war u.a. die Sauberkeit und das Überquellen. Mit anderen Worten, die reaktion auf die gute Trennung der Bürgerinnen und Bürger war nicht das häufigere Entleeren sondern die Einstellung des Angebotes. Gleiches gilt in Zukunft auch an viellen Stellen für das Papier. Versuchen Sie einmal eine IKEA-Verpackung in die blaue Tonnen vor ihrer Haustür zu bekommen. Selbst wenn Sie sie zerschnipseln, werden ihre Nachbarn Sie nicht mehr grüssen, da diese ihr Papier nun nicht mehr los werden.

Frustrierten Hallensern bleibt somit nur noch eine Lösung, die jeder zunehmend auch beobachten kann, Papier und Plaste findet sich im normalen Hausmüll wieder.