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Spiele anleiten wie ein Profi

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Veröffentlicht am Mittwoch 29 November 2006 16:18:52 von Dornröschen
news.gifMZ vom 28.11.06
Neues Projekt in der mobilen Erlebniswerkstatt
Bild vom Team„Wenn man mit anderen Kindern ein Spiel spielen will, muss man vorbereitet sein“, sagt Melissa Arifovic. „Man muss die Spielregeln erklären können beziehungsweise sich vorher mit den anderen auf bestimmte Spielregeln einigen.“ Die Neunjährige kann noch viele andere Dinge aufzählen, die wichtig sind, damit die Gruppe bei Spielen wie „Himmel und Hölle“, „Geister im Sumpf“ oder andere Bewegungsspielen Spaß hat.  Das alles hat Melissa in einem Kurs in der mobilen Erlebniswerkstatt „Bauwagen“ gelernt.
    
Was früher selbstverständlich war, dass sich Kinder nachmittags draußen treffen und sich gemeinsam sinnvoll beschäftigen, funktioniert heute nicht mehr unbedingt. Seit gut zwei Jahren gibt es in Neustadt die mobile Erlebniswerkstatt der Begegnungsstätte „Dornröschen“ der Arbeiterwohlfahrt. Sie ist in einem bunt bemalten Bauwagen untergebracht, der monatsweise von Schulhof zu Schulhof zieht und Kindern vielfältige Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung bietet.
 
Tipps für die Pause
 
„Zu uns kommen Kinder, die am Nachmittag nicht so recht wissen, was sie machen sollen, zum Teil sind es Kinder, bei denen es keine festen Familienstrukturen gibt, denen Zuwendung und Anerkennung fehlt“, erläutert Werkstattleiterin Daniela Bose. Deshalb bietet sie seit kurzem eine Ausbildung zum Spielleiter an, in der theoretisch und in der praktischen Anwendung alles gelernt wird, was nötig ist, um Spiele gut anzuleiten. „Es ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Daniela Bose. Ziel sei es, dass die Kinder lernen, sich selbst sinnvoll und aktiv zu beschäftigen. „Das gelernte können sie ja auch in der Pause auf dem Schulhof oder im weiterem Freundeskreis anwenden.“  Zwölf Kinder haben sich für die Ausbildung angemeldet.
 
Die elfjährige Jennifer Barghan ist jedenfalls sehr stolz darauf, dass sie bereits so viel über  die Aufgaben des Spieleiters weiß. Das gelernte will sie in den nächsten Tagen  auf dem Schulhof  der Fröbelschule, auf dem der Bauwagen derzeit noch steht, mit anderen Kindern ausprobieren.