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Neustädter Jugendliche auf Bildungsreise

Veröffentlicht am Mittwoch 26 November 2008 16:24:56 von Dornröschen
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In der Zeit vom 22.11 – 23.11.2008 führten wir ein Jugendbildungswochenende in der Museumssynagoge Gröbzig durch. Alles war perfekt durchorganisiert. Samstag 9.30Uhr trafen wir uns in der Begegnungsstätte Dornröschen. Von dort ging es mit 2 Bussen zum Jugendhotel.
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns zu einem Gruppenspiel zum Thema Ausgrenzung. Von 11.45Uhr – 13.00Uhr lernten wir bei der Zubereitung von jüdischen Speisen mehr über das Judentum. Während des anschließenden Mittagessens erzählte uns eine Mitarbeiterin etwas über den Lebensalltag der Juden und über deren Feste. Das war sehr interessant. Am Nachmittag bearbeiteten wir Gasbetonsteine und meißelten in diese die Buchstaben des Wortes Toleranz. Ab 16Uhr hatten wir 1.5h Freizeit. Einige von uns nutzten diese zum Tischtennis spielen.
Zum Abendbrot grillten wir auf dem Hof des Jugendhotels. Danach verbrachte jeder individuell den Abend.
Es ist der 22.11.08, heute ist eine Fahrt nach Gröbzig in die Museumssynagoge für 2 Tage geplant. Wir treffen uns alle ca. 9.30 um die Fahrt dahin anzutreten, die ungefähr eine halbe Stunde Autofahrt von Halle gesehen dauern wird. Wir wollen ja nicht zu spät kommen...(ist zwar doch etwas passiert aber naja). Wir kamen dann so ein paar Minuten zu spät in dem Jugendhotel an und hatten nicht viel Zeit zum verschnaufen sondern haben nur kurz auf die Leiterin Fr. Dr. Mendez gewartet, um eine kurze Einweisung zu erhalten, wo alles ist und so weiter...nachdem die Zimmerordnung klar war, gingen wir zum Seminargebäude, das etwas weiter weg lag aber immer noch gut zu Fuß zu erreichen war, um eine Interaktion zum Thema Ausgrenzung zu unternehmen. Uns wurde erklärt wie Ausgrenzung zu Stande kommt und das man dafür im Grunde genommen gar nichts kann, da es mit der Geburt festgelegt wird. Es gibt 4 Kategorien, die sich aus verschiedenen Kombinationen aus Augen- und Haarfarbe zusammensetzen. Uns wurde anschließend versucht zu verdeutlichen, wie es sich anfühlt in den verschiedenen Lebensräumen zu leben. Die 4 eingeteilten Lebensräume waren: der 1. war Stühle auf einer Reihe Tische (man hatte den Blick von oben), der 2. war unter den Tischen (man nahm nur einen geringen Teil war), der 3. waren Kartons, die man sich aufsetzen musste (man war blind) und der 4.man musste sich auf einen Backstein stellen und das mit beiden Beinen (Gleichgewicht und Teamarbeit), das Gefühl sollten wir uns merken. Aber um wirklich zu begreifen, wie die Situation ist, war die Zeit eindeutig zu kurz. Bei 2 Stunden in einem Lebensraum wäre es deutlich geworden, aber so viel Zeit hatten wir nicht. Die 1. der 3 Runden war zufällig, d.h. das Los hat entschieden, welche Gruppe in welchen Lebensraum musste. Im 2. Durchgang gab es wieder Lose, jedoch wurde da entschieden, welche Gruppe die Macht hat. Sie durfte dann entscheiden, wer wohin musste und in der letzten Runde entschied wieder das Los, wer die Macht hatte...und das Team musste sich dann neue Lebensräume ausdenken. Nachdem das Projekt und die Eindrücke ausgewertet waren, wurde das Mittagessen nach jüdischer Art gekocht. Es gab ein kleines 3 Gänge Menü: als Vorspeise Mazzabällchen als Hauptspeise Kugel und als abschließendes Dessert Hamattaschen. Alle der gekochten Speisen haben eine religiöse Bedeutung im Judentum. Als das endlich fertig war, gab es dann um 13 Uhr endlich Mittagbrot. Nachdem sich alle ausreichend gestärkt hatten, gingen wir in die Werkstatt um ein weiteres Projekt durchzuführen: Gasbetonsteine bearbeiten. Jetzt musste nur noch geklärt werden, was wir daraus machen. Wir entschlossen uns, auf den Vorschlag der Leiterin einzugehen und das englische Wort Tolerance zu meißeln. Es gab 9 Steine und auf jeden der Steine sollte ein Buchstabe des Wortes mit Gestaltungsmerkmalen des Judentums, z.B. das a war ein Davidstern, das C ein Halbmond mit einem Stern, gehauen werden. Als es dann 16.30 Uhr war, hatten wir gleich das nächste Event, es stand ein Tischtennisturnier auf dem Plan, welches in dem Jugendclub des Hauses ausgerichtet wurde. Dies war für den Grossteil von uns nicht erfolgreich, außer für unseren Chef Steffen, er hat den 1. Platz belegt. Um 19.00 Uhr wurde dann Abendbrot gegessen. Es gab gegrillte Würstchen mit Brötchen. Nachdem alle gegessen hatten, hieß es Freizeit für uns. Die Jugendlichen waren größtenteils in der oberen Etage und haben den Abend ausklingen lassen. Die Betreuer und ein paar wenige Jugendliche waren im Aufenthaltsraum und haben Gesellschaftsspiele gespielt und das bis um 2.00 Uhr morgens. Der nächste Tag begann mit einem Weckruf der Mädchen und das, um halb 9. “Frühsport“ war das Zauberwort, was uns geweckt hat, aber nix geholfen, wir waren immer noch müde. Der Tisch wurde gedeckt und nach einem leckeren Frühstück wurde um 11.00 Uhr die Museumssynagoge besucht. Dies dauerte 1 ½ Stunden, wir erfuhren was über die Rituale und Bräuche der Juden. Nachdem wir die Synagoge verließen, gingen wir in einen Nachbau eines jüdischen Klassenzimmers um mal zu sehen wie es da so war...ziemlich eng. Ein paar von uns wurden auserwählt um Familie zu spielen. Aber keine normale sondern wie nicht anders zu erwarten eine jüdische und diese Fam. durfte Shabbat feiern. Dort wurde gezeigt, wie das jüdische Essen abläuft. nachdem wir dies ausführlich dokumentierten, hatten wir noch die Gelegenheit mit einer Feder en paar Worte zu schreiben, natürlich auf hebräisch. War schon schwer, da sich die Buchstaben manchmal sehr ähnelten. Um halb eins gab es Mittagessen: Spaghetti mit Tomatensauce. Nach dem Mittagessen gingen wir noch einmal in die Werkstatt und beendeten unser Werk vom Vortag falls es nicht schon fertig war...Feinarbeiten wurden gemacht und noch der letzte Schliff gegeben. die Arbeiten konnten sich wirklich sehen lassen...als sie dann noch um halb 3 endlich auf dem „Präsentierteller“ und in Pose gerichtet waren, gab es die Auswertung des Wochenendes und das anschleißende Kaffee trinken. Es wurde geredet und gegessen, was auch wichtig war, nach so einem eher anstrengendem Wochenende, da der Zeitplan wirklich straff organisiert war und nicht viel Zeit zum pausieren war. Im Großen und Ganzen war es jedoch ein sehr informatives Wochenende. Dies war auch noch einmal das Resuemè der um 16 Uhr stattfindenden Abreise.