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: 12 Mikroprojekte für Halle-Neustadt

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Veröffentlicht am Mittwoch 10 März 2004 15:22:32 von quartiersmanagement
los.jpgIm Rahmen des Förderprogramms „LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke“ werden in Halle-Neustadt 12 Kleinstprojekte mit Mitteln der EU geförderte. Die Stadt Halle hat den Zuschlag für die Teilnahme an diesem Förderprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bis 2006 erhalten. Jährlich im Juli können bis zu diesem Zeitpunkt neue Kleinstprojekte beantragt werden. Die erste Förderperiode ist aufgrund der Vorbereitungszeit, die zum Einstieg in das Programm notwendig war sehr kurz, innerhalb von sechs Monaten (Januar bis Juni 2004) müssen die Projektträger der ersten Runde ihre Projekte umsetzten. Das ist eine Bedingung des Programms, die Projekte sollen im Zeitrahmen einer Förderperiode beendet sein, die künftig jedoch einjährig sein wird.', 'Insgesamt 19 Projektanträge wurden für Halle-Neustadt gestellt, 12 davon hat der Begeleitausschuss für die erste Förderperiode ausgewählt. Von 10.000 Euro die einem Projekt maximal zufließen können, wurden als Höchstfördersumme 8.000 Euro gewährt. Der Begleitausschuss, der sich aus dem Koordinator für das Programm (Mitarbeiter des Jugendamtes) und aus TeilnehmerInnen aus verschiedenen Netzwerken in Halle-Neustadt und einer Vertreterin des Quartiermanagement zusammensetzt, hatte von vornherein entschieden den Maximalbetrag herabzusetzen, damit eine größere Zahl von Anträgen bewilligt werden kann.

Ziel des Förderprogramms ist es Qualifizierung und Beschäftigung sowie das Engagement zur Förderung solcher Bemühungen auf lokaler Ebene zu unterstützen. Äußerst vielfältig sind die eingebrachten Projektideen, die zu diesem Ansatz eingereicht wurden und der Begleitausschuss hatte eine schwierige Aufgabe bei der Auswahl. Die folgenden Projektideen konnten überzeugen:

1. Der Verein „Hallesche Behindertenwerkstätten e.V.“ erhält Mittel zum Einsatz des „positiven Erziehungsprogramms – Triple P“. In Kooperation mit der Jugendfreizeiteinrichtung „Gimritzer-Damm“ wird das Projekt umgesetzt. Vor allem arbeitslose Eltern sollen von diesem Projekt profitieren, damit sie die durch die bisherigen Schwierigkeiten bei der Erziehung gebundenen Ressourcen für ihre berufliche Entwicklung nutzen können.

2. Der „AW0-Erziehungshilfe g GmbH“ wurden Mittel zur Verfügung gestellt für die Neugestaltung eines Gartengeländes unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, die in den Einrichtungen der ambulanten und stationären Erziehungshilfe betreut werden. Vom Ideenwettbewerb bis zur Umsetzung werden die Kinder und Jugendlichen in das Vorhaben einbezogen und lernen dabei den Gesamtablauf einer solchen Planungs- und Gestaltungsaufgabe kennen.

3. Der Verein „Kulturblock e.V.“ wird gefördert für die Vernetzung von Akteuren, die an der Umsetzung des Projektes Neustadtgärten mitarbeiten werden, dass in diesem Sommer auf durch Abriss frei werdenden Flächen in Halle-Neustadt initiiert wird.

4. Die „Soziale Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft bR“ erhält Mittel zur Vorbereitung von Jugendlichen auf die Nichtschülerprüfung beim stattlichen Schulamt. Jugendliche, die Schwierigkeiten beim Erwerb des Hauptschulabschlusses haben, sollen gesondert gefördert werden, um ihre Chancen zum Eintritt in den Arbeitsmarkt zu verbessern.

5. Die „Freiwilligen Agentur Halle/Saalkreis e.V.“ wird gefördert für den Aufbau eines Infopoints im Stadtteilbüro von Halle-Neustadt zur Bekanntmachung des Ehrenamtes und ehrenamtlicher Einsatzmöglichkeiten für Halle-Neustädter sowie des Aufbaus eines Netzwerkes zum ehrenamtlichen Engagement.

6. Unterstützt wird die AWO Begegnungsstätte „Dornröschen“ in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro der Stadt Halle für das Angebot an junge Studienabsolventen Berufspraxis zu erwerben mit der Konzipierung, Organisation und Durchführung der U16- Wahl in Halle-Neustadt (Kinder und Jugendliche erhalten die Möglichkeit sich an den Kommunalwahlen zu beteiligen).

7. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern (Fernost e.V.) der KGS Wilhelm von Humboldt in Kooperation mit dem Verein „New Chance e. V.“ werden gefördert für den Aufbau eines selbstverwalteten Jugendclubs. Alles von der Planung bis zur Umsetzung liegt in der Verantwortung der Jugendlichen.

8. Das "Datenverarbeitungszentrum Halle GmbH" wird unterstützt für den Aufbau eines Digitalisierungsservices. Vorhandene analoge Bildbestände (mit regionalem Bezug) sollen durch benachteiligte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Halle-Neustadt, die für die Tätigkeit qualifiziert werden, digitalisiert und archiviert werden.

9. Die „Getto.AG/Halle“ erhält Mittel zur Durchführung von Veranstaltungen, die den Fokus auf den Alltag, die Probleme und Chancen in Halle-Neustadt lebender MigrantInnen richtet. Dabei sollen die Möglichkeiten offengelegt werden, die der individuelle kulturelle Hintergrund zur Bildung von Tätigkeitsprofilen/ Unternehmungsideen für eine Selbständigkeit bietet.

10. Der Sender „Radio Corax“ wird gefördert für den Aufbau eines Migrantenradios in Halle-Neustadt. Unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aus dem russischen Sprachraum wird ein Radioprogramm in Russisch und Deutsch erarbeitet. Der Bürgerladen e.V. fungiert dabei als temporäres Sendestudio.

11. Der Caritasverband erhält Mittel zur Konzeptionierung des Berufsbildes der Nachbarschaftspflegerin. In Kooperation mit dem Arbeitsamt und den Wohnungsunternehmen von Halle-Neustadt soll dieses Qualifizierungsmodul entwickelt werden.

12. Die SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH, tätig im Rahmen des Quartiermanagement in Halle-Neustadt, wird unterstützt für die Förderung von Kooperationen und Netzwerkbildung im Stadtteil.

Über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Fördermitteln in der nächsten Runde – jeder kann teilnehmen – können Sie sich bei Herrn Sauermann vom Jugendamt (0345 221-5661) oder bei Frau Dorff vom Quartiermanagement (0345 6801-347) erkundigen.